You're gonna miss this

Kaum ein paar Monate ist es her, da konnte ich es noch kaum erwarten nach Deutschland zurueck zu kommen. Das Studium anfangen. Den naechsten Schritt gehen. Ich hasste diesen Job. Ich sah ganz einfach keinen Sinn darin, zu bleiben. Ich gehoerte einfach nicht hier her. Und ich war so bereit zu gehen...

Alles drehte sich immer nur um das AuPair-Leben. Ich arbeitete als AuPair, ich ging mit anderen AuPairs weg, wir hatten Meetings um neue AuPairs kennen zu lernen, ich bin sogar mit AuPairs ins Fitnessstudio gegangen. Dieses Netzwerk war so gross, dass man nicht herauskam. Ich war gefangen in einer Gesellschaft, zu der ich nie wirklich gehoeren wollte. und ich haette beinahe vergessen wie es sich anfuehlt, Freunde ausserhalb zu haben. Menschen, die anders sind. Versteht mich nicht falsch - ich liebe meine Maedels, jede einzelne von ihnen. Aber manchmal sehnt man sich einfach nach jemandem, der deine Geschichte nicht schon kennt, bevor du sie erzaehlt hast. Und als dann meine Unterlagen kamen, verschwendete ich nicht mal einen einzigen Gedanken daran zu verlaengern. Ich kreuzte "Rueckflug buchen" an, waehlte das erstbeste Datum, packte alles zusammen und warf den Umschlag umgehend wieder in die Post. Es war der 14.Maerz - an diesem Tag fing ich an die Tage zu zaehlen...

Doch dann aenderte sich etwas. Die letzten Wochen waren anders. Ich habe Freunde gefunden. Ich habe endlich angefangen, ein Leben zu haben, in dem das Wort AuPair nicht vorkommt. Zur selben Zeit als ich meine Unterlagen bekam, fing ich an wieder regelmaessig Volleyball zu spielen. Schon mit der ersten Ballberuehrung wusste ich, was mir die gesamte Zeit so sehr gefehlt hat. Diese Freitag-Abend-Kurse waren der Hauptgrund, warum ich mich auf ein Mal so viel besser gefuehlt habe. Ich habe sofort Freunde gefunden und es dauerte nicht lange, bis diese paar Stunden zur Lieblingszeit jeder Woche wurden. Es war eine kleine Gruppe, die sich gefuehlt schon ewig kannten. Erstaunlicherweise haben sie mich auch sofort superlieb aufgenommen - ich war diese offene Art gar nicht mehr gewohnt, da sich AuPairs meist nach kurzer Zeit in Gruppen zusammen tun und da spaeter kaum noch jemand rein kommt. Man ist nett zueinander, wenn man sich mal trifft. Aber wirklich einbezogen wird keiner einfach so. Aber da war ich nun. Teil der Gruppe. Freitag Abend. Hell Yes! ..auch wenn es nur ein Mal pro Woche war - ich habe sie vom ersten Abend an in mein Herz geschlossen! Einige mehr als andere.. ;D Ein paar Wochen spaeter habe ich dann auch dienstags angefangen in meinem Fitnessstudio zu spielen. Dort brauchte es etwas laenger, bis ich mich in die Gruppe hineingefunden hatte, aber auch das ergab sich nach 2-3 Abenden. Ich habe sie sogar relativ schnell dazu bekommen, hinterher noch mit auf ein Bier in die naechste Bar zu kommen. Das gehoert einfach dazu ...und so begann meine Wochenroutine langsam aber sicher sich in eine andere Richtung zu bewegen. Es wurde spannender.

Mein Leben bestand auf ein Mal nicht mehr nur noch daraus, AuPair zu sein. Das war nur noch mein Job. Aber ich hatte jetzt ein Leben ausserhalb. Und irgendwie hat es mir das Gefuehl gegeben, zu Hause zu sein. Nach all der Zeit bin ich endlich hier angekommen. Und ich liebe es! Ich geniesse jede Minute. Es gibt keinen Ort, an dem ich gerade lieber waere.. Mittlerweile wuerde ich alles dafuer geben um noch ein wenig laenger zu bleiben. Es bricht mir das Herz gehen zu muessen. Gerade jetzt...

Ich zaehle immernoch Tage.. nur wuenschte ich jetzt, sie wuerden nicht so schnell vergehen.

Irgendwann kannst du einfach nicht mehr "einfach so" Heim gehen - weil du schon da bist. Das hier ist mein zu Hause. Ich gehoere hier her. Und ich vermisse es jetzt schon...

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Just a few month ago I couldn't wait to get back to Germany. Start studying. Move on. I hated this job. I didn't see the point in staying. I simply didn't belong here. And I was so ready to leave... Everything was just about being an AuPair. I worked as an AuPair, went out with other AuPairs, we had meetings to make new AuPair-friends, I even went to the gym with AuPairs. This network was so big that you couldn't get out of it. I was stuck in a community I never wanted to be a part of. And I almost forgot what it feels like to have friends outside of your own system. People who are different. Don't get me wrong - I love my girls, every single one of them! But sometimes all you want is simply someone who doesn't already know your story before you tell it. And the day my extention papers came with the mail I didn't even think about it. I checked the "BOOK MY FLIGHT TO GERMANY- box", picked a "as soon as possible" date which was 29th July, threw everything in an envelope and sent it right back. 14th March. This was when I started counting the days..

But then suddenly everything changed. The last weeks were a lot different. I made friends. I finally started living my own life. Only a day before I got the papers I started playing volleyball. It felt sooo good to touch a ball again!! Those volleyball classes I was going to were the main reason why I felt so much better all of a sudden. I found friends right away and it soon became the best part of every week. Friday night. Volleyball night. That was it. They were a fun group, it felt like they knew each other forever and surprisingly they took me right in.. I didn't expect that since I was used to those little groups who might be nice to new people but at the same time stay in their groups of 2 or 3 without really reaching out to the new ones. But here I was. And even tho it was only once a week - I started loving them from the first day on. Some actually a little more... ;D
Just a little later I started playing at YMCA on tuesdays, too. I needed way longer to find my way in but after the first 3 nights I was part of the group. I even made them go out for a drink afterwards ...my weekly routine slowly began to change into something new. Something exciting.

My life was not all about being an AuPair anymore. That was just work. But life happened outside. It made me feel like I was home. After all this time I finally arrived here. And I loved it. I wouldn't wanna be anywhere else. Right now I would do anything to stay. It breaks my heart to leave everything behind..

I'm still counting the days.. but now, I wish they were longer.

At some point you know that you can't just go home - because you already are. This is home. I belong here. And I'm gonna miss this..