The Greatest Times I've Ever Had

There you go. Ihr werdet euch bestimmt jetzt fragen: Wenn sie erst im Juli zurück geflogen ist, warum hört ihr Blog dann schon Mitte Mai auf? Gute Frage. Ich glaube es lag vor allem daran, dass mir auf ein Mal aufgefallen war, wie wenig Zeit mir noch bleibt. Ich hatte auf ein Mal Angst ich könnte etwas verpassen. Und so habe ich die meiste Zeit wohl eher damit verbracht meine Freunde zu treffen, Volleyball zu spielen und Spaß zu haben, als mich einem Blog zu widmen, den eh keiner liest.Ich möchte euch trotzdem noch erzählen, was in den letzten Wochen so passiert ist:


Ich bin nun schon lange wieder in Deutschland und studiere, lebe mein Leben und denke fast täglich an meine Zeit in Massachusetts zurück. So viele Erlebnisse bereichern noch heute meine Träume, so viele wundervolle Menschen vermisse ich jeden einzelnen Tag - allen voran meine Familie.

In den letzten Wochen in Amerika habe ich sehr viel Zeit mit meinen Freunden verbracht. Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag Abend spielte ich in 3 verschiedenen Gruppen und Leagues Volleyball, die Wochenenden über unternahm ich viel mit Lisa in Boston, mit Jeff irgendwo anders und mit meinen Lieblingsaupairs Carla, Lih und Jessica. Da Sommerferien waren, arbeitete ich jetzt auch von Vormittag bis 16 oder 18uhr und hatte meist ab Freitag Mittag das ganze Wochenende frei. Auch wenn es mir ein bisschen leid tat, dass ich so selten zu Hause bei meiner Familie war, so hatte ich doch endlich ein eigenes Leben, viele Freunde mit denen ich etwas unternehmen konnte und vor allem Menschen, denen ich vertraute und die immer für mich da waren.

4 Wochen vor meiner Heimreise stand noch ein weiterer Wochenendtrip nach Montreal, Kanada von der Uni aus auf dem Programm. Lisa fuhr mit mir und so kannte ich immerhin jemanden 
Nachdem wir in Washington schon kaum Zeit für irgendwas hatten, war ich dieses Mal vorbereitet auf das, was kommen würde... dachte ich. Dort angekommen ging der erste Tag planmäßig vonstatten, Stadtrundfahrt, ein bisschen hier hin laufen, dies angucken, jenes fotografieren... das übliche eben. Den Nachmittag verbrachten wir größtenteils in Downtown auf dem Jazz Festival und lagen mehr in der Sonne als alles andere. Die Nacht jedoch war dieses Mal etwas eventreicher. Wir machten uns nach dem Abendessen auf in die Clubszene. Kaum zu glauben, wie voll so eine Stadt auf einmal werden kann. Wie natürlich zu erwarten war, verloren wir die Hälfte der Gruppe relativ schnell und nun waren zu guter Letzt nur noch Hayley (Australien) und ich übrig. Aber das hielt uns nicht davon ab die ganze Nacht durchzutanzen. Es war ein genialer Abend, wenn auch etwas zu alkoholreich.. Da es ja aber am nächsten Tag schon wieder heim ging, blieb uns die ganze Fahrt zurück nach Boston um uns auszuschlafen. Trotz der Hektik hatte ich mega viel Spaß und war froh, die Zeit mit Freunden teilen zu können. 

Nach 9 langen Monaten war ich endlich voll und ganz angekommen. Und in diesen letzten Wochen wurde mir mehr und mehr bewusst, wie gern ich doch eigentlich bleiben würde. Nicht als AuPair, mit dem Job war ich definitiv durch, aber einfach so um dort zu leben. Ich hatte inzwischen mehr richtige Freunde hier, als ich sie noch in Deutschland übrig hatte. Wenn man so oft weg geht, wenden sich auf Dauer sehr viele Menschen ab und es bleiben nur noch die wirklich echten Freundschaften übrig. Es zog mich also kaum etwas zurück... eine Menge jedoch hielt mich hier.

Lisa - mein Lieblings-BostonGirl. Vom ersten Tag an verstand ich mich super mit ihr und durch die viele Zeit, die wir miteinander verbrachten, wurde sie schnell eine meiner engsten Freundinnen und Vertrauten. Wir haben so viel gemeinsam gesehen - Maine, Montreal, viele wunderschöne kleine Ecken von Boston, die ich ohne sie nie kennen gelernt hätte. Wir hatten eine tolle Zeit und ich kann es kaum erwarten sie wiederzusehen!

Carla, Jessica und Lih - die besten AuPair Mädels, die man im Cluster haben kann. Wir haben so viel gemeinsam erlebt, waren so lange zusammen und teilen unglaubliche Erlebnisse. Germany, Mexico, Brazil. Als ich im März 2016 zu Besuch bei meiner Familie war, durfte ich sie alle wiedersehen - und auch wenn ich 9 Monate nicht da war, fühlte es sich an als wäre ich nie weg gewesen! Ich freue mich schon darauf, wenn ich selbst irgendwann nach Mexico und Brasilien reisen und sie besuchen kann.

Jamie und Jeff - ohne diese Beiden wäre ich wohl nur halb so glücklich gewesen in den letzten Wochen. Ich lernte beide beim Volleyball kennen und verliebte mich schnell in ihre amerikanische Art. Beide sind wundervolle Menschen und wurden schnell meine besten Freunde, zu denen ich auch heute noch regelmäßig Kontakt habe. Durch sie habe ich das amerikanische Leben kennen gelernt und Freunde gefunden, die auch in ein paar Jahren noch dort sein werden, wenn ich zu Besuch komme. Ihr zwei seid die Besten!

Und so ging mein Jahr in den USA zu Ende... eine wundervolle Zeit, in die ich gern das ein oder andere Mal zurück fliehen würde. Ich habe wahnsinnig viel über mich selbst gelernt und bin in allen Bereichen des Lebens gewachsen, reifer geworden und vor allem erfahrener. Ich kann nur jedem raten - traut euch diesen Schritt zu gehen! Es lohnt sich.