Summer Vibes

Ok Freunde...

Ich weiß, dieser Beitrag kommt ziemlich spät - glaubt mir mal, ich wollte schreiben. Wirklich. Aber irgendwie kam ich nie so richtig dazu. Aber da ich die nächsten Wochen sehr viel Zeit haben werde, kann ich alles aufarbeiten und endlich die offiziellen Posts  zu all den Orten schreiben, an denen ich gewesen bin. Bevor ich aber gleich zum aktuellen Stand springe, hier ein kurzer Rückblick:

13.11.2019

Ich verliere langsam die Übersicht über die Wochentage. Beiträge auf deutsch zu schreiben wird schwieriger. Meine Träume sind auch schon bilingual geworden. Reis mit Gemüse ist Standard. Genauso wie das tot gechlorte Wasser.

Ich bin wohl angekommen. Voll und ganz...

Ja, es lässt sich wohl nicht leugnen, dass ich mich schon etwas länger hier voll eingelebt habe. Das Backpacker Leben hat mich wieder vollkommen in seinen Bann gezogen. Wer weiß, vielleicht werde ich doch irgendwann mal Digital Nomad und arbeite von unterwegs aus. Dazu müsste ich allerdings etwas finden, was ich kann und was dann noch vom Computer aus machbar ist. Kundenberatung im Reisebüro ist es jedenfalls nicht, so viel steht fest. 

Noosa war tatsächlich äußerst unspektakulär. Ganz hübsch, aber doch irgendwie nicht so wirklich mein Ort. Einen Aussichtspunkt haben wir mitgenommen, die restliche Zeit in der Sonne und durch die Stadt schlendernd verbracht. Etwas Entschleunigung tat uns aber auch ganz gut.

14.11.2019

Wir haben Noosa inzwischen verlassen und sind am Rainbow Beach angekommen, von wo aus morgen unsere Tour nach Fraser Island startet.
Die nächsten Tage werden wohl ziemlich anstrengend werden. 3 Tage Camping und Offroad Tour, danach 2 Tage Segeln und Schnorcheln in den Whitsundays. Jeweils Gruppen von ca 30 Leuten. YAY!

Und so saßen wir am 15.11. früh um 7 bereit zur Abfahrt im Hostel und lernten die Menschen kennen, mit denen wir die nächsten Tage wortwörtlich auf engstem Raum leben und die Insel erkunden würden.

17.11.2019

*And this is how we met Nicci*
Wir sind zurück von Fraser Island und nehmen heute Abend noch den Nachtbus nach Airlie Beach. Und OH MEIN GOTT...

Ich hasse Camping!

Wir hatten 4 Autos mit jeweils 8 Leuten drin, eine kleine süße Kolonne also. Es ging am ersten Tag früh los und mit der Fähre rüber nach Fraser Island. Uns war klar, dass es ziemlich wackelig werden würde, aber selbst in meinen schlimmsten Träumen hatte ich mir Offroad Touren weitaus angenehmer ausgemalt. Mit blauen Knien und mehrfach eingehauenem Kopf kamen wir nach dem Mittagessen (Wraps mit viel viel Sand) an unserem ersten Stop an: Lake McKenzie. Und WOW!! 

Kein Ort hält so sehr was er verspricht wie dieser! Ich war vom ersten Augenblick an verliebt. Kristallklares Wasser, weißer Sand und rund herum Urwald. Es war das absolute Paradies.

Uns blieb leider kaum mehr als eine Stunde hier, da wir noch im Hellen im Camp ankommen wollten. Und hier ging der Spaß dann los... Ich bin alt. Mein Rücken braucht zum Schlafen wenigstens eine einigermaßen weiche Unterlage. Ich habe einen ziemlichen Ordnungstick und eine absolute Sandphobie. Und ich hasse Krabbeltiere.

Darf ich vorstellen, Charlys Alptraum. Camping in Australien. Mitten im Busch. Irgendwo im Nirgendwo.
Wir schliefen also auf einem Campingplatz, wo man für die Dusche bezahlen musste, nicht ganz sicher war ob man das Wasser wirklich trinken konnte, überall Ameisen auf dem Geschirr rumkrabbelten und die Zelte als einzige Unterlage den harten australischen Boden boten, der auch durch den Schlafsack, der übrigens nicht im Preis inkludiert war, nicht sonderlich viel weicher wurde. Yippie...

Nach einer spannenden ersten Nacht bot Tag 2 deutlich mehr Ausflüge, als ich es erwartet hätte. Nach einem Stop am Eli Creek und dem Maheno Shipwreck ging es Nordwärts zum Cliff und den Champagne Pools. Nein, ich muss euch enttäuschen, es gab keinen Champagner.

Eine weitere schmerzhafte und schlaflose Nacht später hatten wir es dann fast hinter uns - nur der Lake Wabby fehlte noch auf unserer To Do Liste. Zugegeben war der Spot den 45min Walk nicht wirklich wert, aber es war doch ganz nett noch mal ins Wasser zu gehen, bevor es zurück an Land ging.

Eins sei mal gesagt - Ich bin soooo froh, dass es vorbei ist! Fraser Island ist wirklich unglaublich schön, aber Campng ist es definitiv nicht wert!!!

Ein Glück schlafen wir heute Nacht in einem Bus. Das wird bestimmt super erholsam... Nicht.

Nun, ich möchte nichts vorwegnehmen, aber ihr könnt euch sicher vorstellen, wie unglaublich glücklich ich war, als wir in Airlie Beach ankamen und ich endlich ein Bett hatte. Mit uns unterwegs war Nicci. Sie war in unserem Auto auf Fraser und hatte zufällig bis Cairns genau den gleichen Plan wie wir. Also sind wir nun wieder zu dritt. Airlie ist übrigens mit der schönste Ort, den ich bislang gesehen habe! Hat was von einem Kurort am Strand. Hier hätte ich tatsächlich eine Weile bleiben können. Aber weiter im Text:

21.11.2019

OMG ich bin verliebt!!! Wir kommen gerade von unserem Segeltrip durch die Whitsunday Islands zurück. Ich war lange nicht mehr so glücklich...

Wir verbrachten 2 Tage und 2 Nächte auf der Wings, ein niedlicher Katamaran, der uns an die wohl schönsten Ecken der Whitsundays schipperte. Wer mich kennt, der weiß wie gern ich auf dem Wasser unterwegs bin. Es gibt für mich nichts schöneres als über die Wellen zu gleiten und die Meeresluft zu spüren. Erst hier an Bord habe ich mich zum ersten Mal seit Jahren wieder richtig frei gefühlt. Es wird wohl immer mein Traum bleiben um die Welt zu segeln, mit jemandem, dem ich vertraue, nur zu zweit auf einem kleinen Boot, dass unser Zuhause ist.

Ich möchte nicht zu sehr ins Schwärmen geraten, aber lasst euch gesagt sein - dieser Ausflug war mein absolutes Highlight!

Und weil es so unglaublich hübsch ist, möchte ich euch dieses wundervolle Bild natürlich auch keineswegs vorenthalten. 

Dieser hier war einer von 4 Schnorchelspots rund um die Inseln. Noch eine Sache, die mich über beide Ohren strahlen lässt. Fischiiiis ♥
Ich habe Schildkröten, Haie, Fische aller Art und diverse andere Meereslebewesen so nah zu Gesicht bekommen, wie ich es mir niemals hätte erträumen können! Auf dem Surfboard ging es schließlich zurück an Bord, wo Jack und Steve von der Crew schon mit Verpflegung auf uns warteten. Das beste Essen, was ich bisher hatte!!!

Die letzten Tage auf Magnetic Island verbrachten wir vorwiegend damit mal runter zu kommen, zu relaxen und uns vom Stress der letzten Wochen zu erholen, bevor wir schließlich in Cairns ankamen.

Neue Bilder gibt es wie immer in der Galerie zu sehen!