So etwas wie Liebe

"Irgendwann lernt man, nicht mehr zu fragen und beginnt, das Interesse der Menschen danach zu messen, wie sie sich einem gegenüber verhalten, wenn man ihnen freie Hand lässt."  

Wohin schauen, wenn alles im Dunklen liegt?
Welchen Weg gehen, wenn keiner ins Licht führt?
Wenn du ziellos und scheinbar blind umher irrst.
Auf dem schmalen Grad zwischen Sinnhaftig- und Sinnlosigkeit.
Nur einen Augenaufschlag entfernt von der Lösung.
Und doch mit gebundenen Händen, unfähig nach ihr zu greifen.
Unwillig die Konsequenzen zu akzeptieren.


Lieber etwas Halbes haben, als ganz allein sein.

Denn zeitweise glücklich ist besser als gar nicht glücklich.
Ein kleiner Schritt zumindest.
Zu wenig um wirklich glücklich zu sein, aber zu viel um es los zu lassen.

Es ändern sich nicht die Dinge, sondern die Bedeutung, die wir ihnen geben. Und manchmal ist auch ein kleines bisschen Glück eine Menge wert, wenn es im richtigen Moment kommt. 

Doch wie weit bin ich bereit dafür zu gehen? 
Wie sehr kann ich mich noch verbiegen, um dem gerecht zu werden?
Auf wie viel bin ich bereit zu verzichten,
nur um Dich zu haben?

Ist es fair Hoffnung zu machen, wo doch eigentlich keine ist?
Wo das Ende klar ist.
Man nur immer weiter mit kleinen Schritten darauf hin steuert...
Kann man "ein bisschen" lieben?

Wo ist die Grenze?  

Wie weit kann man dieses "Es passt zwar nicht, aber man kann es ja trotzdem mal versuchen"-Spiel noch treiben? Und ab wann ist es sinnlos zu kämpfen, wenn doch keiner von uns wirklich kämpft? Wo hört Interesse auf und wo fängt Gleichgültigkeit an? Und was davon fühlen wir füreinander?!

Du für mich. Und ich für dich. Wie weit sind wir bereit zu gehen? Für etwas, das nie wirklich sein sollte, und jetzt doch irgendwie da ist?

Ich habe dir freie Hand gelassen. Und was ich daraus schließen kann, sieht in keiner Weise nach Interesse aus.

Wie viel Vertrauen braucht eine Beziehung, die rein auf einem wagen Gefühl aufbaut?
Wie viel Liebe braucht es, um fehlende Gemeinsamkeiten zu kompensieren?

Was muss passieren, damit ich dir glauben kann?
Und warum werde ich das Gefühl nicht los, dass ich nicht die Einzige bin...

Mit jedem Tag, der vergeht, werde ich unsicherer.
Ob ich das wirklich so will.
Ob du das willst.
Oder ob du das nur sagst. 

Ob die Anzeichen nicht doch mehr als nur Hirngespinste meinerseits sind, sondern vielmehr schlicht die Wahrheit. Ob all diese anderen Mädels mein Ersatz sein könnten... oder ob sie es vielleicht schon lange sind. Ob die Emotion mir gegenüber nur Mittel zum Zweck waren. Nur, um mich sicher zu haben. Oder ob da wirklich mehr ist...

Ob mir die Nähe zu einem wundervollen Menschen und das Gefühl von Geborgenheit reicht.
Ob ich dafür auf all das verzichten möchte, was ich von einer Beziehung erwarte, aber von dir nicht bekomme.
Ob es das wert ist... oder ob wir damit bloß ins offene Messer rennen.

Ob ich auf lange Sicht mit "halbwegs glücklich" zufrieden bin.