Potatoes on tour - Sunny Beach

Wenn ich an diese Reise zurückdenke, wird mir wohl zuerst die Farbe des Himmels in den Kopf schießen, wie er früh am morgen pastellig rosa schimmerte, während wir in unseren besten Bikinis das Durchhaltevermögen der Kamera testeten. Oder die zahlreichen Vorzüge, die es hat, wenn man mit seiner Barkeeper-Freundin unterwegs ist. Vielleicht auch die Dummheit, an absolut alles zu denken, aber dann das Handy im Transferbus liegen zu lassen. Ganz sicher unvergessen bleibt aber definitiv eine Woche, die ich - wenn ich sie wiederholen könnte - noch mal ganz genau so verbringen würde.

Das Motto: Potatoes on tour - Tanlines & Tequila

(Nein, das mit den Kartoffeln erkläre ich nicht.) 

Diese Auszeit kam genau richtig. Nach den letzten Wochen war ich einfach nur noch Matsch, körperlich wie geistig. Eine ordentliche Portion Sonne, Pool und nichts tun war also bitter nötig! Wie praktisch, dass meine liebe Michelle das auch so sah.

Meine liebste Barkeeper-Freundin aus Bad Oldesloe und ich hatten nämlich nicht etwa schon lange geplant mal zusammen weg zu fahren. Nein, genau genommen haben wir vorher abseits der Arbeit sogar noch nie wirklich etwas zusammen gemacht. Was uns verband waren endlose Sprachnachrichten, diverse Abende im Club und der Wunsch nach Urlaub.
Gesagt, getan! Kaum 4 Wochen vorher buchten wir uns spontan eine Woche Bulgarien. Und so kam es, dass wir nun gemeinsam am Hamburger Flughafen saßen und mit dem obligatorischen Airport Sekt auf die bevorstehende Woche anstießen.

Ich war noch sehr klein, als ich meinen letzten Urlaub hier in Bulgarien verbracht hatte. Entsprechend wenig war mir noch in Erinnerung geblieben. 

Wir wollten in dieser Woche also auf jeden Fall alles mitnehmen, was uns so über den Weg laufen würde. Die Gegend erkunden, Boot fahren, den Sonnenauf- und Untergang sehen (und dabei hunderttausende Fotos schießen), feiern gehen am Sonnenstrand und natürlich allem voran gut gebräunt und bestens erholt nach Hause zurück kommen!

Zu einem vernünftigen Pauschalurlaub gehört natürlich auch das entsprechende Hotel. Wir hatten uns also - man gönnt sich ja - für das 5-Sterne-Resort Garden of Eden in Sveti Vlas entschieden. Abseits des Sonnenstrand-Trubels und doch nah genug dran, um auch dann noch mal "schnell" rüber zu kommen, wenn man mit dem Bus erst mal in die falsche Richtung fährt. 

Haben wir natürlich nicht gemacht...

Garden of Eden - Sveti Vlas

In der weitläufigen Hotelanlage mit insgesamt 5 Pools und privatem Strandabschnitt verbrachten wir also einen großen Teil der Woche damit zu essen, zu schlafen und in der Sonne zu brutzeln. Den ein oder anderen Cocktail gab es zwischendurch wohl auch. Man soll ja viel trinken bei der Hitze! Dank, bei konsantem Wind erstaunlich angenehmen, 32°C und wolkenlosem Himmel kamen wir der gewünschten Sommerbräune auch ziemlich schnell näher. Nach 3 Tagen effektivem Sonne-Liegen hatte ich dann endgültig nur noch überhitztes Rührei im Kopf. Es war also höchste Zeit für einen kleinen Ausflug!

Nessebar

Unser Sightseeingtrip führte uns ins benachbarte Nessebar. Aus einer griechischen Siedlung gewachsen, beeindruckt die gerade einmal 32km² große Halbinsel vor allem durch ihre komplexe Architektur historischer Gebäude, Kirchen und Denkmäler, nicht zuletzt aber auch durch den Charme einer einheitlichen Bauweise, wodurch ein Ort bei mir bekanntlicherweise ja sehr viele Pluspunkte sammeln kann.  

Ich hatte vorweg einige Bedenken, da Nessebar nach Aussagen Vieler wohl eher unspektakulär sein sollte. Jedoch wurde ich positiv überrascht und kann jedem nur empfehlen, hier mal vorbei zu schauen, wenn man am Sonnenstrand Urlaub macht. Ein halber Tag reicht vollkommen, lohnt sich aber definitiv!


Die restlichen Tage verbrachten wir in gewohnter Sonnenliegeposition am Pool. Erholungsurlaub eben ;)

Wie üblich verging aber auch diese Urlaubswoche viel zu schnell und so kam der Abreisetag schnell näher. Möglicherweise hat hier mein Reisekarma wieder zugeschlagen und für eine ordentliche Verspätung auf dem Rückflug gesorgt. Aber auch das haben wir überlebt und sind gut gebräunt und definitiv gut erholt wieder in Hamburg gelandet.

Aber nun die entscheidende Frage: Waren wir am Party-Hotspot Bulgariens feiern?

Nun ja, sagen wir es mal so - die Erwachsenen haben den vernünftigen Weg gewählt und sind nach ein paar Drinks zu humaner Uhrzeit ins Bett gegangen, um am nächsten Morgen unverkatert und fit in den Sightseeingtag zu starten ;)

Feiern kann man schließlich auch Zuhause, Bulgarien erkunden hingegen könnte von Deutschland aus möglicherweise etwas umständlich werden. 
Jaaa, okay! Wir sind nach dem Abendessen eingeschlafen und hatten danach ein wenig Probleme damit, einen Grund zu finden, der uns motiviert das Bett zu verlassen. Aber die Ausrede klang doch ganz gut...

Sunrise Moments

Fazit
Für eine Woche Sonne und Meer ist die Region um Burgas bestens geeignet. Es tat unglaublich gut mal wieder raus zu kommen und wenn alles passt, wird aus diesem Mädelsurlaub wohl ein neues alljährliches Ritual werden.

potato out!