Neujahrsvorsätze

Das Jahr 2018 geht so zu Ende, wie es begonnen hat: Single und verregnet. Wobei ich mich mittlerweile zumindest an den permanenten Regen hier im Norden gewöhnt habe...

Es ist eine Menge passiert in den letzten Wochen und so langsam zeichnet sich eine starke Tendenz ab, was meine Zukunftsplanung angeht. Gerade der vergangene Monat hat mich emotional von einem Tief ins nächste geworfen und doch schlussendlich für die ein oder andere Entscheidung gesorgt, die es in 2019 umzusetzen gilt.

Allem voran habe ich felsenfest geschworen, mich vorerst ganz, ganz weit von der Männerwelt fern zu halten. 

Ja, wirklich!

Denn so sehr ich glaubte, dass ich aus dem ganzen Drama der Trennung von vor zwei Jahren etwas dazugelernt habe, so offensichtlich ist es nun doch, dass dies nicht der Fall ist. 

2018 war das Jahr der emotionalen Fehlentscheidungen. Und es war das Jahr, in dem ich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich bereut habe, mich verliebt zu haben.

Denn so viel sich in der Zwischenzeit auch verändert hat, so sind es doch immer noch genau die selben Fehler, die ich immer wieder mache. 
Wenn ich in diesem Jahr etwas gelernt habe, dann dass ich endlich aufhören sollte, mich immer direkt Hals über Kopf zu verlieben. Ich war schon immer jemand, der von Beginn an mit Herz und Seele dabei war. Entweder ganz, oder gar nicht. Und auch dieses Jahr hat es mir wieder das Genick gebrochen, dass ich von Anfang an glaubte, es wäre alles echt. 


Ein Mal mehr ungeschützt ins offene Messer gerannt.
Ein Mal mehr enttäuscht.
Ein Mal mehr einen Menschen verloren, an den ich noch kurz zuvor mein Herz verloren hatte.


Und ein Mal mehr wundert es mich nicht. Vielleicht bin ich einfach nicht dafür gemacht, Beziehungen zu führen. Vielleicht sollte ich mir doch so allmählich einen Goldfisch zulegen. Dem kann ich dann gemütlich dabei zuschauen, wie er Tag für Tag im Kreis herum schwimmt. Und wenn der dann irgendwann auf die Idee kommt, mir zu sagen, dass er mich liebt, dann kann ich mir in jedem Fall sicher sein, dass er das auch ernst meint! ;)

Erster Vorsatz -
Besser auf mein Herz aufpassen


Gegen Ende des Jahres sind alle Lasten gefühlt irgendwie hundert mal schwerer geworden.

Es gibt immer diese Tage. Wie aus dem Nichts versetzen sie dir einen Schlag voll in die Magengrube und plötzlich merkst du, wie eine Träne dein Gesicht hinab läuft und in deinem Chaos aus Gefühlen einen Damm bricht, den du die gesamten letzten Wochen so mühsam aufrecht erhalten hast.
Und auf ein Mal bricht alles aus dir heraus. 

Erschöpfung, Frust, Niedergeschlagenheit. 
Einsamkeit.

Natürlich gibt es diese Tage, es gibt sie immer wieder und keiner kann behaupten, jeden Tag glücklich zu sein. Jeder ist mal down und es sind eben genau diese Tage, die mir vor Allem in den vergangenen Wochen gezeigt haben, auf wen ich mich wirklich verlassen kann. Wer für mich da ist und wer nur noch mehr Salz in die Wunden streut.

Zweiter Vorsatz - 

Aussortieren und Freundschaften festigen

2019 soll endlich wieder ein Jahr für mich werden! Und wenn ich im Juli mit meiner Ausbildung durch bin, stehen mir auch endlich alle Türen der Welt offen.

Egal wie es dann weiter geht, eins steht fest:
In diesem Jahr werde ich mir endlich ein paar Reiseträume erfüllen und meinen Fokus wieder deutlich mehr auf das Schreiben legen. Klar, es ist und bleibt ein Hobby. Aber es ist das, was mir mit Abstand am meisten Spaß macht und wo mein Herzblut hineinfließt. Was immer passiert, dort kann ich mich hinein flüchten. Und in den letzten Monaten habe ich diesen Teil von mir eindeutig viel zu sehr vernachlässigt!

Und was das Reisen angeht - der Roadtrip durch Dänemark, Schweden und Norwegen ist für März schon fest geplant und auch für den Sommer wird jetzt fleißig gespart, damit ich wenn alles klappt vielleicht auch endlich mal einen Fuß auf südamerikanisches Land setzen kann.

Dritter Vorsatz -
Mir selbst mehr Freiraum lassen

Dass man mich wohl nie ewig an etwas binden kann, ist ja schon lange kein Geheimnis mehr. Schon gar nicht an einen Ort.

Den festen Wohnort werde ich zwar wohl tatsächlich noch eine Weile beibehalten, schon alleine weil keine meiner anderen Optionen zu 100% das ist, was ich mir vorstelle, jedoch werden sich die Parameter wohl entschieden ändern.

2019 hat tatsächlich Potential. 

In wie fern sich das umsetzen lässt, werden wir sehen. Fakt ist, dass die Ausgangslage nach 2018 so beschissen ist, dass es wohl viel schlimmer kaum kommen kann. Und wenigstens das lässt doch irgendwie hoffen...

Frohes Neues, meine Lieben!
Passt auf eure Gefühle auf und lasst euch nicht von gesellschaftlichen Standards eure Träume kaputt machen.


Am Ende machen wir alle unsere eigenen Regeln.

                              Pictures: Beach Photography