Driving in the US

Hallo meine Lieben!

Heute gibt es ein paar Infos zu einem Thema, welches für AuPairs meistens eine recht große Rolle spielt - Auto fahren. Es gibt nun die 3 Gruppen von AuPairs: Zum einen die, die gar nicht fahren müssen (was sehr selten vorkommt), dann die, die regelmäßig fahren, zum Beispiel um die Kinder zur Schule zu bringen , und dann noch die AuPairs, die eigentlich fast 100% ihrer Arbeitszeit im Auto veringen. Ich gehöre in dem Fall eigentlich die letzte Gruppe, aber dank Carpool zur Schule und zurück fallen da pro Tag 3 Stunden Fahrzeit weg, wofür ich auch sehr dankbar bin :D Meine Familie hat 4 Autos, von denen ich zwar im Notfall alle fahren darf, aber grundsätzlich habe ich den Volvo oder den Honda Accord, je nach dem was grade zur Verfügung steht. Meine Aufgaben bestehen darin, 2x in der Woche die Kleine von der Schule abzuholen und sie jeden Nachmittag zum Soccer oder Icehockey Training zu fahren. Gelegentlich fallen dann noch ein paar Besorgungen an, die ich meistens auf dem Weg erledige. Mir steht das Auto allerdings auch in meiner Freizeit zur Verfügung, sodass ich des Öfteren meine Vormittage in der Shopping Mall oder mit Freunden beim Brunchen im State Park verbringe. In den letzten 7 Wochen, die ich nun schon hier herumfahrm Anfang. Ist aber falsch. In den USA ist es erlaubt auch bei roter Ampel zu fahren, vorausgesetzt man will nach rechts abbiegen, hat freie Fahrt und dieses Schild steht nicht da. An manchen Kreuzungen kann man die Straßen recht schwer einsehen und könnte sich so täuschen, wenn man denkt, dass man freie Fahrt hat weil kein Auto kommt. In diesem Fall findet man hier dieses Schild. Als vorbildlicher deutscher Autofahrer dauert es natürlich seine Zeit, bis man sich an diese ungewöhnliche Regelung gewöhnt hat. Aber die hupenden Autos hinter einem wirken Wunder :D

2.) Überholen auf Highways. Das kann schon mal spannend werden. Durch unsere tollen Autobahnen sind wir ja gut trainiert wenn es um Highways geht. Wer allerdings auf geordnete Fahrweisen hofft, ist hier fehl am Platz. Man fährt hier nicht nach Regeln, sondern einfach mit dem Verkehr. So überholt man sowohl links als auch rechts, wechselt beliebig die Spuren und fährt anderen Leuten gnadenlos in ihren Sicherheitsabste, sind mir so einige Dinge aufgefallen, die ich gern mal mit euch teilen möchte:

1.) Das Verkehrsschild [NO TURNS ON RED] - "Klar, ist doch logisch, dass man bei Rot nicht abbiegt." werdet ihr jetzt sicher denken. Dachte ich auch aand (das regt mich am meisten auf!). Auch an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält sich kaum jemand. Hier in Massachusetts is auf den Highways maximal 65m/h erlaubt, was ca 115kmh entspricht. Aber auch hier kann ich wieder meinen Hostdad zitieren: "Go with the traffic!" Fahr immer so, wie die anderen. Nicht übermäßig schneller, nicht langsamer. Dann behinderst du keinen und die Polizei kann dir auch nichts, wenn alle zu schnell fahren. Dann interessiert es sie nicht. Wer also nach diesem Jahr auf deutschen Straßen noch sicher sein will, gewöhnt sich besser keine amerikanische Fahrweise an. Ich halte mich immernoch an alle Begrenzungen und bremse bei Baustellen auf die 45-50m/h runter. Dann hab ich sogar noch Zeit allen Autos zu winken, die mich überholen und anhupen :D Meine Empfehlung: Findet eine vernuünftige Mischung aus Regeln und amerikanischer Ignoranz. Dann hassen euch nicht sofort alle anderen Autofahrer, weil ihr zu penibel seid und ihr kommt trotzdem gut vorwärts.

3.) Tanken. Da ich noch nie wirklich tanken musste, war das hier natürlich alles recht neu für mich. Aber das verwirrende hier war nicht das tanken an sich, sondern viel mehr die Tankstellen. Hier zahlt man nämlich direkt an der Zapfsäule.. Lediglich wenn man Cash zahlt, muss man rein gehen, sagen auf welche Nummer man das Geld buchen will und dann geht man wieder raus, tankt und fährt weg. Wer aber mit Karte zahlt, schiebt sie bloß schnell in den Automaten, tankt, und haut wieder ab.. Muss ein chilliger Job sein, hier bei 'ner Tanke zu arbeiten.

4.) Straßenlaternen... Das regt mich persönlich ja mit am meisten auf. Egal wo du hier bist, Licht auf den Straßen gibt es nicht. Wenn du nichts siehst, hast du Pech. Ab und an steht mal vereinzelt eine rum, die ist dann aber auch meistens unnötig. An den Stellen, wo man wirklich mal Licht braucht, ist es stockdunkel und man muss durchweg mit Flash Light (Nebelscheinwerfer) fahren, um überhaupt geradeausschauen zu können. Da ich oft nachts fahre, bin ich mittlrweile einigermaßen dran gewöhnt. Aber es ist schon eine Umstellung am Anfang.

5.) Highways, die eigentlich eher Hauptstraßen sind.. Wenn man in Deutschland auf die Autobahn fährt, erwartet man ja, dass man schnell vorwärts kommt, weil es keine Ampeln gibt, das Tempolimit hoch bzw nicht existent ist und nur alle paar Kilometer mal eine Auf- bzw Abfahrt kommt, wo man auf die auffahrenden Autos achten muss. Nun, willkommen in den USA. Hier gibt es alle 100m Ampeln, große Kreuzungen und alle 10m Straßen, die von rechts und links auf den Highway führen. Das ist zu mindest bei den Interstates so, die ungefähr mit deutschen Bundesstraßen vergleichbar sind. Die großen Highways sind okay...

Es fällt mir mit Sicherheit in nächster Zeit noch viel viel mehr auf, was es zu erwähnen gibt. Aber ich denke, man kann sich an alles gewöhnen. ;D Drive savely!