Die 10 schönsten AuPair Momente

So ein Auslandsjahr lässt sich in der Regel eher selten mit nur einem Wort beschreiben. Auch wenn man im Nachhinein eigentlich immer nur noch kurz antwortet: "Ja, war schön..." - so ein Jahr ist eine absolute Achterbahnfahrt. Es gibt immer wieder Höhen und Tiefen, schöne Momente, schmerzhafte Abschiede. Man spielt sich ein Mal quer durch die Emotionspalette. Doch auch bei all diesen Eindrücken gibt es immer wieder Momente, die besonders heraus stechen.

Momente, an die man sich ein Leben lang erinnern wird...

#1 - Ein Abenteuer beginnt


So begann mein Jahr in den USA. Chrissi und Janna hatte ich bereits vor der Ausreise durch eine Whatsapp-Gruppe kennen gelernt. Gemeinsam schlugen wir uns durch endlose Vorträge der Orientation Days.

Auch wenn es uns an völlig verschiedene Ecken des Landes verschlagen hat, konnte ich zumindest Chrissi später noch einmal besuchen.

Die Orientation Days waren der Anfang einer langen Reise... erst dort begriff man so wirklich, was hier gerade passierte.

#2 - Bonding with my girl

Dieses wunderschön verpixelte Bild entstand ganz am Anfang meines AuPair Jahres. Ich war mit meiner Familie am Jersey Shore und verbrachte einen Nachmittag allein mit meinem Kind. Das erste Mal nur wir beide. 
Für ein AuPair, dass nur ein einziges Kind betreut, ist die Bindung natürlich sehr wichtig. Vor allem bei einem Teenager ist man nicht mehr AuPair - man ist vielmehr eine Freundin. Und an diesem Tag habe ich Julez endgültig ins Herz geschlossen. Von diesem Tag an waren wir ein Team. Und auch wenn es unzählige Momente gibt, die ich definitiv NICHT vermisse, so fehlt mir ihre quirlige Art doch jeden Tag. 

#3 - Gleichgesinnte

Am schönsten sind doch die Momente, die du mit jemandem teilen kannst, der genauso einen an der Waffel hat wie du.

Rike war meine erste deutsche Freundin in den USA - ja okay, sie war allgemein meine erste wirkliche Freundin. Und noch heute sehen wir uns mehr oder weniger regelmäßig in Hamburg.


#4 - Weihnachten in den USA


Man kennt es aus Filmen und diversen Erzählungen - das Weihnachtsfest in den Staaten ist wohl für uns Deutsche das beeindruckendste Fest von allen. Es ist einfach so typisch amerikanisch - herrlich übertrieben. Alles leuchtet. Und ich meine wirklich ALLES.
Ich habe noch nie im Leben so viel Deko gesehen. Und auch das Fest an sich ist etwas ganz besonderes. Am 24. wird abends gemeinsam gegessen und es werden unzählige Weihnachtsfilme geschaut. Die Geschenke gibt's am 25. direkt nach dem Aufstehen. Je nach dem, wie alt die Kinder sind, kann das auch schon mal 5 Uhr morgens sein.
In diesem Moment war ich einfach nur sprachlos. Gespart wird hier definitiv nicht. Ich habe noch nie im Leben so viele Geschenke gesehen. Mit dem Verpackungsmüll konnten wir hinterher tatsächlich eine ganze Mülltonne füllen.

Mir persönlich war es alles etwas zu übertrieben - aber definitiv ein besonderes Erlebnis!

#5 - I'm on a Harley to hell

Nach fast einem halben Jahr in Massachusetts war der Trip nach Milwaukee und Chicago meine erste richtige Reise in diesem Jahr. Es hat mir so sehr gefehlt unterwegs zu sein und zu Reisen, dass mir bei der Urlaubsplanung am Ende völlig egal war, wohin es nun gehen sollte. Ich wollte einfach nur raus!

Da Geld bei mir wie immer eine knappe Ressource war, hatte ich geplant jemanden zu besuchen. Von den Orientation Days kannte ich ja in so ziemlich allen Ecken des Landes AuPairs. Am Ende landete ich bei Madlen in Milwaukee. Nicht unbedingt ein übliches Reiseziel bei -20°C, aber definitiv super lustig. 

Es folgte ein spontanes Tattoo, eine Tour durch das Harley Davidson Museum und ein Tagestrip nach Chicago zu New Years. Vielleicht kein typischer Urlaub, aber definitiv sehenswert!


#6 - Bekannte Gesichter

Auch wenn man während eines AuPair Jahres natürlich viele neue Freunde findet, gibt es doch nichts schöneres, als von den Freunden aus der Heimat besucht zu werden.

Meine zwei besten Freundinnen sind kurz nacheinander nach Boston gekommen und haben ein paar Tage mit mir und meiner Familie verbracht.


#7 - Friends for life

Und wo wir schon beim Thema Freundschaft sind - einer der besten Momente war wohl dieser Kurztrip nach Maine! Wir mussten einfach mal beide ein Wochenende raus... weg aus Boston, raus aus dem Alltag. Also sind wir kurzerhand über's Wochenende zu Freunden nach Portland gefahren.

Wann immer ich mit Lisa in dieses Auto gestiegen bin, ist etwas verrücktes passiert. Sie war nach Rike meine zweite und auch letzte "deutsche" Freundin in den USA. Und noch heute zählt sie hier zu meinen engsten Freundinnen, auch wenn es durch die Distanz recht schwer ist, regelmäßig in Kontakt zu bleiben. Aber wir geben uns Mühe ;)

#8 - We finished Memory Map!!!

Seriously guys... Dieser Tag war wohl der schönste in meinem gesamten Jahr. Wer die Geschichte hinter dieser Karte kennt, der weiß wie viel Arbeit hier drin steckt! 
Memory Map war ein Projekt der Schule meiner Kleinen. Ein ganzes Jahr verbrachte sie damit, Kontinent für Kontinent auswendig zu lernen, alle Länder mit Hauptstädten, wichtige Gebirge, Meere, große Flüsse... einfach alles. Und wenn man die Fakten im Kopf hatte, war Präzision gefragt. Denn nun musste alles gemalt werden. Ohne Hilfe! WIRKLICH?!?! Wer zur Hölle merkt sich denn alle Ländergrenzen in Afrika?! Ein Jahr lang hat die Erstellung dieser Weltkarte gedauert - all from memory. Und da mein Kind sowas ja nicht alleine auswendig lernt, hatte ich die Ehre alle Länder und Städte gemeinsam mit ihr hoch und runter zu beten. Ich kenne nun Bandar Seri Begawan, die Hauptstadt von Brunei.

#9 - Hello Canada

Tatsächlich habe ich es während des gesamten Jahres nur ein Mal ins benachbarte Ausland geschafft - und das für ganze 24 Stunden!

Ein langes Wochenende verbrachte ich mit meinen AuPair Mädels in Montreal. Zwar waren wir deutlich länger mit der An- und Abreise beschäftigt, als wir tatsächlich vor Ort waren, aber trotzdem hat sich der Trip allemal gelohnt.

Da wir in diesem Land endlich mal ausnahmslos alle volljährig waren, konnten wir die Stadt auch in vollen Zügen genießen. Es war ein einmaliges Erlebnis!

#10 - Wenn Freunde zur Familie werden

Wenn so ein Jahr zu Ende geht, fällt es mit jedem Tag schwerer, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass man dieses Land, dass gerade erst so richtig zum Zuhause geworden ist, bald schon wieder verlassen soll. Ich habe während der letzten Wochen so unglaublich viele Menschen kennen gelernt, die ich am liebsten mitnehmen wollte. Tatsächlich habe ich am Ende fast mehr Zeit mit meinen Freunden vom Volleyball verbracht, als mit meiner Familie. Sie alle sind mir so ans Herz gewachsen, dass dies der schwerste Abschied von allen war. 

Und auch wenn sich durch die Entfernung natürlich vieles auseinanderlebt - wann immer ich zu Besuch in der Gegend bin, schreibe ich als allererstes eine Rundmail an alle, damit wir ein Reunion Treffen klar machen können. ;)