1 Monat in den USA

Heute gibt's mal eine kleine Zusammenfassung des ersten Monats von mir. So schnell vergeht die Zeit... 4 Wochen sind nun schon um, seit ich Deutschland verlassen habe. Und mittlerweile fühle ich mich hier zu Hause. Ich lebe in einer wunderschönen Gegend bei einer tollen Familie und bin absolut glücklich mit allem. Mittlerweile macht sich auch die neue Lebensweise bemerkbar - wenn ich nicht gerade mit meinen Mädels shoppen gehe, laufe ich für gewöhnlich nur noch in Sportsachen rum. Es ist einfach praktischer, weil mich die Kleine sowieso jeden Tag zum Schwitzen bringt :D Noch dazu ist es echt bequem. Außerdem muss ich mich nicht umziehen, wenn ich joggen gehe oder trainiere. Womit wir quasi schon beim zweiten Punkt sind - erinnert ihr euch wie ich in einem der letzten Blogs geschrieben habe, dass mich meine Familie zum Sport machen motiviert? Ich habe in der 2. Woche beschlossen, dass ich 2x pro Woche joggen gehe, um wieder ins Training zu kommen und was zu tun. Nur hat das nicht so ganz funktioniert... ich bin nämlich seit dem so gut wie jeden Tag auf den Beinen. Meine freien Stunden nutze ich fast zu 100% für Workouts, meistens eine Kombination aus 2 oder 4 Meilen joggen und Kraftübungen mit oder ohne Gewichten, je nach dem wie ich mich fühle und was mich in der Garage so anlacht.. und ich fühle mich super! Es macht richtig Spaß wieder jeden Tag mit Muskelkater aufzustehen und zu hoffen, dass es durch noch mehr Training besser wird. Ich fühle mich regelrecht schlecht, wenn ich mir mal einen Tag Pause gönne, weil jeder Teil meines Körpers weh tut. Aber ich liebe es. Und Zeit habe ich ja nun auch mehr als genug dazu.. Genauso wie die sportliche Motivation habe ich mir auch die Essgewohnheiten meiner Familie angenommen. Ich lebe also größtenteils ohne Kohlnhydrate (außer meine morgentlichen Pancakes, die ich aber auch ohne Zucker und mit geraspelten Mandeln statt normalem Mehl mache) und mixe Gemüse und Obst ganz bunt zusammen. Auch wenn ich bisher nicht zwingend ungesund gelebt habe, merke ich doch den Unterschied mittlerweile deutlich. Man fühlt sich irgendwie besser, wenn man Sport macht und bewusst isst. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich mal freiwillig Salat bestelle, wenn ich beim Italiener bin! Aber in gewisser Weise macht es glücklich, wenn man ausgepowert ins Bett geht und weiß, dass man vernünftig isst. Das ist wahrscheinlich keine sonderlich neue Erkenntnis, aber selbst wenn mir das vorher bewusst war, merke ich erst jetzt wirklich, was es bedeutet und wie es sich anfühlt.. Gott, ihr müsst denken ich hab 'ne Macke! Weiter im Text, was gibts noch zu vermelden...?
Ach ja, ich wollte ja was zu meinen Mädels schreiben. Mittlerweile hab ich mir auch so eine Art Freundeskreis aufgebaut, auch wenn das alles natürlich noch ein bisschen Zeit braucht um sich zu festigen. Aber grade durch das AuPair Treffen in der ersten Woche habe ich viele Mädels kennen gelernt, die auch grade erst angekommen sind. Wir machen also gelegentlich mal was zusammen - Filmabend, Eis essen, Shoppen.. was Mädels halt so machen. Ich habe seit ein paar Tagen sogar ein Mädchen gefunden - Haruka aus Japan - die grade mal 2 Straßen weiter wohnt und noch ein ganzes Jahr bleibt. Und wenn dann (in 2 Wochen) die Uni-Kurse losgehen und ich meine Pole Dance Stunden wieder aufnehme (hier gibt's Sonntagskurse!*-*), finden sich sicher auch noch einige Kontakte zu den "Einheimischen". Was meine Arbeitszeiten angeht habe ich auch ab nächster Woche ein relativ ruhiges Leben. Dienstag geht die Schule wieder los, das heißt die langen "ich muss dieses Kind beschäftigen" Tage sind vorbei und im großen und ganzen geht dann die Fahrerei los. Dank einer Mitschülerin meiner kleinen habe ich allerdings - auf gut Deutsch - echt Schwein..Ihr Mutter arbeitet für die Schule, also fährt sie sowieso jeden Tag hin. Meine Kleine hat also eine Mitfahrgelegenheit - was für mich heißt, dass 1,5Stunden morgens und bis auf 2 Tage, an denen ich sie abholen muss, auch 1,5Stunden nachmittags Fahren wegfallen und ich im Prinzip 3 Stunden mehr Freizeit pro Tag habe - ich kann mich also wirklich nicht beschweren. Jetzt muss ich mir allerdings wirklich Freunde suchen, die vormittags Zeit haben. Aber das sollte das geringste Problem sein. Vielleicht noch mal zum Thema Uni.. Bis jetzt steht da noch nicht so viel fest. Um das Grundprinzip noch mal zu erklären - man belegt hier Kurse und bekommt dafür Punkte, die sogenannten Credits. Ich muss dieses Jahr 12 Crd machen. Im Vergleich zum normalen Studium ist das gar nichts.. Aber für AuPairs, die nebenher noch 'ne 45 oder in meinem Fall 30h-Woche haben (oder haben sollten :D) ist das ganz in Ordnung. Mein erster Kurs wird also am MassBay College sein. Dafür gehen 3 Samstage von 9:00 - 15:00 Uhr drauf plus ein Wochenende im Oktober und ich bekomme am Ende 3 Credits. Soweit ich weiß, geht es in den Classes hauptsächlich um die Geschichte und die Kultur von Amerika - quasi Basiswissen über das Land. Eigentlich ganz interessant, von daher passt das. Und da wir keine Prüfung schreiben müssen, heißt das ich kann nicht durchfallen und hab die 3Crd sicher. Fehlen dann ja nur noch 9 ...Das Wochenende im Oktober ist dann ein Trip optional nach Washington DC, Montreal, Niagara Falls oder Philadelphia (je nach dem wo man ist gibt es noch andere Städte) - ich habe mich für die Hauptstadt entschieden, weil das meiner Meinung nach am besten zu den Classes passt und das auch der interessanteste Trip sein soll. Mal sehen ob ich damit richtig liege.

Alles in Allem läuft es also bis jetzt echt super, ich bin mega glücklich hier und noch dazu in top Form! Sollte es noch irgendwas geben, das euch interessiert, dann ab mit euren Fragen ins Gästebuch - ich schau regelmäßig auf die Seite und beantworte gern alles im nächsten Blog! (mal davon abgesehen gehen mir sonst die Themen aus, über die ich schreiben könnte - also fragt viel!) Liebe Grüße und fühlt euch geknuddelt! Und an dieser Stelle auch noch mal ein grooooßes HAPPY BIRTHDAAAY CHRIS!!! an meine liebste Freundin, die grade irgendwo in Schweden 20 geworden ist. ♥